Projekte: Färbergärten

In „Färbergärten“ werden Pflanzen angebaut, aus denen Farbstoffe gewonnen werden. Mit diesen Naturfarben kann man dann z.B. Bilder malen. Zusätzlich lassen sich in „Färberwerkstätten“ auch Naturfarben aus nicht selbst angebauten Pflanzen oder anderen Natur-Materialien gewinnen.

Die Färbergärten bieten eine ideale Möglichkeit, um nicht nur Kinder und Jugendliche mit der Idee der Nachhaltigkeit vertraut zu machen: Anbau und Pflege von Pflanzen, Wildsammlungen, Gartenbau, Ernte und Lagerung, Farbstoff- und Malmittelherstellung, Färben und Gestalten, Erfahrungen aus anderen Kulturen etc. Das sind Themen, die alle mit den Färbergärten zusammenhängen. Damit sind Färbergärten ideal für den fächerübergreifenden Unterricht für alle Altersstufen und die offene Ganztagsgrundschule.

Aus dem Kunstprojekt „sozial Skulptur“ nach J. Beuys, in dem der Essener Künstler Peter Reichenbach einen Gesamtschulleistungskurs und eine Grundschule über 3 Jahre begleitete, entstand die Idee Färbergärten als Mittel für Fortbildungsmaßnahmen, Integrationsprojekte Kinder und Jugendbildung im Rahmen der Agenda 21 zu nutzen. Besondere Aufmerksamkeit erhalten hierbei der Wissensschatz von Migranten und älteren MitbürgerInnen. In dem Kunstprojekt „Sieben Gärten“ sind auf der Internetseite www.atavus.kulturserver-nrw.de verschiedene Gartenformen beschrieben.

Ab 2008 startet das Projekt „Färbergärten“ in Gelsenkirchen durch. Im Rahmen der aGEnda 21 und als Projekt der Kreativwerkstatt ist zunächst ein Auftakt-Seminar geplant. In vier Intensiv-Kursen werden dann Interessierte mit einem fundierten Grundlagenwissen ausgerüstet. Die Multiplikatoren werden dann in ihren Wirkungsbereichen in Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen die Anlage von Färbergärten anregen und ihr Wissen weiter geben. Begleitend ist auch ein Arbeitskreis zum Erfahrungsaustausch und zum gemeinsamen Aufbau von vielen Färbergärten und -werkstätten in Gelsenkirchen geplant.