aGEnda 21/ Agenda 2030/ Zukunftsstadt 2030+

Was heißt Agenda 21?

Das Wort Agenda hat seinen Ursprung im Lateinischen und bedeutet „Was zu tun ist“. Heute bezeichnet es auch einen Terminplan oder eine Tagesordnung – eine Aufstellung dessen, was zu tun ist.

Die Zahl 21 steht für das gerade begonnene 21. Jahrhundert. Die Agenda 21 ist die Tagesordnung für das Jahrhundert, in dem das soziale, ökologische und wirtschaftliche Gleichgewicht unserer Welt wiederhergestellt werden muss.

Die Lokale Agenda 21 in Gelsenkirchen haben wir aGEnda 21 genannt.


aGEnda 21: Von Rio de Janeiro nach Gelsenkirchen … ist es ein weiter Weg

Im Jahr 1997 hat der Rat der Stadt einstimmig die Einführung der Lokalen Agenda 21 in Gelsenkirchen beschlossen. Ein Jahr später wurde zu einer ersten Ideen-Werkstatt eingeladen und das aGEnda 21-Büro eingerichtet. Seitdem ist die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger, unterschiedlichster Organisationen und Verbände sowie der Kirchen und der Wirtschaft, ein wesentlicher Baustein.

Um die Zukunft in Gelsenkirchen im Sinne der Agenda 21 zu gestalten, gilt daher nach wie vor: Am besten mitmachen! So ist in den letzten Jahren nach und nach „von unten“ ein Netzwerk ganz unterschiedlicher Akteure gewachsen. Seine Wurzel hat es in den aktuell 15 aGEnda 21-Arbeitskreisen und mehr als 60 Projekten sowie der aGEnda 21-Werkstatt.


Die Agenda 2030…der Weg geht weiter

2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Agenda 2030 als Ergebnis des Millenniums-Gipfels. Die Weiterentwicklung der Agenda 21 und die Aufstellung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bieten nun die Grundlage für lokale und globale Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

In 17 Zielen mit 169 Unterzielen werden konkrete globale und lokale Nachhaltigkeitsziele formuliert: Während die Agenda 21 sich im Schwerpunkt auf andere Länder der Welt bezogen, gilt die Agenda 2030 für alle Staaten der Welt – manche Menschen sagen auch: „Jetzt ist Deutschland auch ein Entwicklungsland“. Jedes Ziel hat im originalen Papier der Vereinten Nationen Unterziele. Jedes Land, jede Kommune hat die Möglichkeit, sich selbst, auf ihre Situation in der Stadt zugeschnitten Nachhaltigkeitsziele zu setzen.

Der Rat der Stadt Gelsenkirchen beschloss 2015 den Beitritt und die Umsetzung auf lokaler Ebene. Dazu wurde die Verwaltung beauftragt, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dies geschieht in Gelsenkirchen im Zusammenhang und aufbauend auf den bisherigen aGEnda 21-Aktivitäten.


Zukunftsstadt 2030+

Wie sieht die Stadt von morgen aus? Um diese Frage geht es in dem Wettbewerb „Zukunftsstadt“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Wissenschaftsjahr 2015 startete. Sieben ausgewählte Kommunen entwickeln dafür gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine ganzheitliche und nachhaltige Vision 2030+ für ihre Stadt. Die Stadt Gelsenkirchen ist mit ihrer Vision der „Lernenden Stadt“ nun schon in der dritten und letzten Wettbewerbsphase angelangt, in welcher es um die Umsetzung von Maßnahmen in sogenannten Reallaboren geht. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern werden die verschiedenen Bausteine, z.B. zur schulischen Nutzung von außerschulischen Lernorten oder auch zum gemeinsamen Lernen von Jung und Alt, erprobt. Das Projekt wird gemeinsam mit der FU Berlin und der FH Dortmund umgesetzt und dabei durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Willst auch du an der Stadt von morgen mitarbeiten? Dann melde dich einfach bei uns!


aGEnda-Büro / Zukunftsstadt 2030+                                                    

Die als „aGEnda 21-Büro“ bekannte Anlaufstelle zu Themen wie Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Zukunftsbildung, Eine-Welt und Fairer Handel oder auch Waldpädagogik wurde Ende der 90-er Jahre gemeinsam von der Stadt Gelsenkirchen und dem Evangelischen Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid gegründet und seither getragen. Hier laufen die Fäden zusammen, denn hier werden beispielsweise die aGEnda21-Arbeitskreise, Jugendgruppen der Agenda 2030, Fachgruppen aus dem Prozess Zukunftsstadt und das Kolleg21 begleitet und unterstützt. Hier werden die aGEnda 21, die lokale Agenda 2030 und alle Aktivitäten rund um Zukunftsstadt und Lernende Stadt koordiniert, gefördert, organisiert, initiiert und dokumentiert. Das Büro ist somit Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, Fachleute und Wissenschaft, Organisationen und Projekte in allen Fragen der Nachhaltigen (Stadt-)Entwicklung und der Zukunftsbildung.

aGEnda-Büro

Von-Oven-Str. 19, 45879 Gelsenkirchen,

Tel. 147 91 30, Fax 147 91 31,

Internet: www.agenda21.info


aGEnda 21-Förderverein

Seit vielen Jahren unterstützt der aGEnda 21-Förderverein nun schon nach Kräften eine nachhaltige Entwicklung in Gelsenkirchen: Von der Unterstützung des operativen Geschäftes des aGEnda 21-Büros über das Kochbuch „Lecker Gelsenkirchen“ und die „Radkarte für den GEnauen Blick“ bis zum „SolarCUP – Gelsenkirchen sucht Fußballstars“, dem großen Torwandschießen anlässlich der WM.

Neue Mitglieder helfen der aGEnda 21 auch in Zukunft erfolgreich Projekte und Aktivitäten durchzuführen.

Der Förderverein ist seit über zehn Jahren Träger der KreativWerkstatt für Kinder und Jugendliche und führt Projekte wie die KinderUmweltZeitung, der Jugendzeitung JEZ- oder nie! oder auch GutGemischtMobil durch und war aktiv an der Ausgestaltung des Biomasseparks Hugo als Lernort beteiligt. Immer wieder kommen Akteure mit spannenden Projekten auf den Verein zu.


aGEnda 21-Arbeitskreise

In der aGEnda 21 arbeiten Bürgerinnen und Bürger in Arbeitskreisen zusammen und entwickeln Projekte zur nachhaltigen Zukunftsgestaltung Gelsenkirchens. Hier einige Beispiele:

– aGEnda 21-Werkstatt
– Kinder und Jugendliche
– Konsum und Lebensstile
– Lebensraum Stadt

– Schule und Bildung
– Verkehr
– Zukunftswerkstatt Hassel
– Runder Tisch Schalke

In den nächsten Monaten werden im Rahmen von Zukunftsstadt 2030+ weitere Projektgruppen entstehen, in welchen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene beteiligen können. Dabei geht es um die Entwicklung neuer Methoden und Modelle für eine Lernende Stadt. Themenfelder hierfür sind:

– Lernorte und -labore

– Stadtgesellschaft und Wissenschaft

– Digitale Stadt

– Partizipation im Quartier

Am besten mitmachen!

Alles zur aGEnda 21: www.agenda21.info